Freitag, 17. Februar 2017

Sehnsüchte !

Oder die Frage:

"Wie geht man mit ihr am besten um?"

Sehnsuch kann ein schreckliches Gefühl sein ... ein ganz gemeiner Lebensbegleiter ...

Diese Sehnsucht kann dir den Schlaf rauben ... dich tagsüber zur Verzweiflung bingen ... ja, sie kann dich fertig machen!!!
Trotzdem gehört sie zu unserem Leben dazu ... die Sehnsucht ist ein Gefühl -ähnlich wie die Liebe-, gegen das man keine Chance hat ... Es "lohnt" sich nicht, gegen sie zu kämpfen ... DER SIEGER STEHT BEREITS FEST ...


Aber kann man die Sehnsuch etwa akzeptieren?
"Eigentlich" nicht wirklich ... wie soll man etwas akzeptieren, was man nicht möchte ... etwas zu verstehen, was man nicht verstehen möchte, ist nahezu unmöglich ...
Verstehen kommt bekanntlich von Verstand ... und dieser Verstand wird von der Sehnsucht ausgeblendet ... Ja, sie ist stärker, größer, präsenter ...

Es gibt viele Sehnsüchte auf dieser bunten Welt ...
Gegen einige kann man tatsächlich etwas unternehmen ... wenn ich mir sehnsüchtig eine Reise wünsche, kann ich beginnen zu sparen ... wenn ich Sehnsucht nach weniger Körpergewicht habe, kann ich Sport treiben ... sollte ich mich verändern wollen, kann ich es machen ...

Doch wenn es einen Menschen gibt, der weit weg und zugleich ganz nah ist ... WAS MACHE ICH DANN?
Wenn man diesen Menschen bei sich haben möchte ... wenn einem die Nähe fehlt ... wenn seine Augen nur noch auf Erinnerungs-Fotos für dich strahlen ... wenn sein Lachen, nur noch auf den Bildern in deinem Kopf, für dich vorhanden ist ...
WAS DANN?

Klar ... auf gehts ... ins Auto steigen und schon ist man wenige Stunden später da ...
Wenn es so einfach wäre, würden die Menschen, die dieses Sehnsuchts-Gefühl in sich tragen, es doch sofort machen ...
Aber es gibt diese "Grenzen" ... diese "Probleme" ... diese unüberwindbar erscheinenden "Tatsachen", die dagegen sprechen ...


Vielleicht sind es für Außenstehende Personen NICHTIGKEITEN ... Wahrscheinlich denken andere Menschen "Wenn man sich liebt, dann macht man es trotzdem ..."
Aber es spielt schließlich auch die Verantwortung mit ...

Ja, die Verantwortung kann dafür sorgen, dass man Dinge nicht macht, die man machen möchte ...
Ihr versteht nicht, worauf ich hinaus möchte ...?
Man hat Verantwortung für ein Kind ... für seine Eltern vielleicht ... für sich selbst sowieso ...
UND MAN HAT AUCH VERANTWORTUNG FÜR DEN MENSCHEN DEN MAN LIEBT ...
Gewinnt hier etwa der Kopf gegen das Herz ...? Vielleicht???
Muss es so sein ...? Vielleicht???
Ist es richtig, auf etwas zu verzichten, wonach man doch solche Sehnsucht hat ...? Vielleicht???

Vielleicht ... Vielleicht ... Vielleicht ...
Dieses Wort könnte bedeuten, dass man sich nicht sicher ist ... Nicht sicher, was der richtige Weg ist ...

Aber kann man sein Leben über den Haufen werfen, wenn diese ganzen "Vielleicht" noch im Spiel sind?
Darf man den Menschen, nach dem man Sehnsucht hat, ein Vielleicht-Leben bieten ...?
Ich fände es nicht fair!


Allerdings muss ich zugeben, dass die Sehnsucht dafür sorgen kann, einige "VIELLEICHT" abzubauen ...
Die Sehnsucht kann es schaffen, dass die Kopf-Gefühle kleiner werden und die Herz-Gefühle (die mir sowieso sehr viel lieber sind) wieder die Steuerungs-Funktion übernehmen ...

Vielleicht benötigt man dafür nur mehr Zeit, als es einem LIEB ist ...!?!

Aber wie geht man denn nun am BESTEN mit der Sehnsucht um ...?
Ich würde sagen, man sollte sie genießen ... auch wenn es unmöglich erscheint !!!
Ja, genießt diese verflixte Sehnsucht ... Denn "eigentlich" sagt sie uns doch lediglich, was wir uns WÜNSCHEN ...

Was meint ihr?

Habt einen besonderen Tag

Euer

Ben

Donnerstag, 16. Februar 2017

Wellenspiel

Wellen

... sind nicht einfach Wellen!

Und Wellen sind auch nicht immer wieder gleich! Auch wenn es manchmal so aussehen mag. Jeder Welle die an den Strand "klatscht" sieht anders aus als alle ihre Vorgänger. Selbstverständlich auch anders alle die Wellen, die ihr noch folgen werden.


Wellen haben für mich etwas Anziehendes. Ich kann stundenlang am Strand sitzen und den Wellen bei ihrem Spiel zusehen. Sie bereichern mein Leben und dass, obwohl sie gar nichts machen. Also nichts, außer der Sache wofür sie gedacht sind.

Ich gebe natürlich unumwunden zu, dass ich riesige Wellen mag. Das ich bei starkem Wellengang und heftigen Stürmen, noch viel intensiver dabei zusehe, als bei flachem Wasser und wenn es Windstill ist.
Die großen Wellen machen mir immer wieder deutlich, wie klein und schwach ich eigentlich bin. Eine gewisse Demut steigt dann in mir auf, da ich weiß, dass ich niemals diese Stärke und Kraft von riesigen Wellen erreichen werde.

Wellen können Dinge, von denen wir lediglich zu Träumen wagen. Sie formen den Strand und bringen Geschenke mit an den selbigen. Geschenke, die wir in Form von "Strandgut" aufsammeln und voller Freude unseren Freunden präsentieren.


Bei heftigen Stürmen nehmen uns die Wellen sogar etwas. Sie holen sich Dinge, von denen wir behaupten, dass es unsere sind. Wir sind empört über die Wellen. Wir verfluchen sie und versuchen gegen sie zu kämpfen.
Ein völlig sinnloser Kampf. Ein Kampf, den wir niemals gewinnen werden, da das Meer mit seinen Wellen um einiges stärker ist als wir.

Tatsächlich bringen uns die Wellen nicht ausschließlich Freude. Wir müssen es akzeptieren, da wir chancenlos gegen sie sind. Das Element Wasser ist von uns nicht zu beherrschen. Zum Glück, da wir uns schon viel zu viel in die Natur eingemischt haben.
Doch während sich ein Wald, der von uns abgerodet wird, sich im ersten Moment nicht wehren kann, verhält es sich mit dem Meer anders.
Von einer Sekunde auf die andere kann aus einem ruhigen Meer ein "Ungeheuer" werden.

Ich liebe das Meer und seine Wellen. Ich mag das ruhige Wasser mit kaum Wellen. In diesem dann Barfuß spazieren zu gehen ist großartig. Ich mag die normalen Wellen, wenn ich im Sommer in ihnen toben kann.
Aber, ich mag auch die Stürme, die dafür sorgen, dass riesige Wellen unser Land klauen. Unser Land, dass gar nicht uns gehört. Wir haben es einfach irgendwann so genannt. Dieses Land gehört der Natur. Da wir aber leider in den letzten Jahrzehnten beschlossen haben, gegen die Natur zu kämpfen und schöne Dinge zu vernichten, rächt sich die Natur jetzt eben.
Und zwar so, wie es für sie am besten ist.
Sie holt sich das zurück, was sie uns irgendwann zur Verfügung gestellt hat. Die Natur hat wohl begriffen, dass wir es nicht verdient haben. Das wir der Erde hauptsächlich Schaden zufügen, anstatt sie zu beschützen.


Wie die Natur sich rächt?
Sie schickt Wellen und holt sich das, was wir sowieso irgendwann vernichten würden. Wenn nicht vernichten, dann würden wir es verunstalten oder vermüllen.

Ja, Wellen können etwas WUNDERschönes und Gefährliches zugleich sein.

Habt nen tollen Tag!

Euer
Ben

Dienstag, 14. Februar 2017

Dieser Tag!

Natürlich wünsche ich euch heute -nur so- einen schönen Tag ;-)


Auch an diesem ominösen 14. Februar !


Ich persönlich kann mit diesem Tag nicht viel anfangen ... was wahrscheinlich daran liegt, dass ich nicht der Besitzer eines Blumenladens bin ...
... oder, weil ich keine Frau bin ... !?
Vielleicht könnt ihr es mir erklären ..?

Warum muss ich gerade heute ... an diesem sogenannten Tag der Liebe ... Blumen oder andere Dinge verschenken ...?

Muss ich so was etwa von einem –mir vorgegebenen- Tag abhängig machen?


Ist es nicht sehr viel schöner, wenn man es dann macht, wenn einem auch danach ist ... Ich liebe diese bestimmten Menschen doch das ganze Jahr ... ich freue mich täglich, dass es diese Personen in meinem Leben gibt ...

UND ich mache dann Geschenke, wenn ich der Meinung bin, dass ich Geschenke machen möchte ...

Heute zum Beispiel habe ich ein Geschenk bekommen ...
Viele werden sagen ... "na toll."
Zumindest dann, wenn ich erzähle was es war ...
Ja, viele werden denken, dass es doch nichts BESONDERES ist, was ich bekommen habe ...

ICH SEHE ES ANDERS ...

Was ich bekommen habe ? Ne WhatsApp ...
Nein, mehr war es nicht ... Aber es war eine besonders schöne Nachricht ...
Ob tolle Dinge ... Liebesbeweise ... oder andere Sachen in der Nachricht gestanden haben ... NEIN ...!!!


Es hat sich "lediglich" jemand gemeldet ...
Und es war auch keine Nachricht, weil heute dieser komische 14. Februar ist ... Nein, es war nur so ... UND genau darüber habe ich mich noch sehr viel mehr gefreut ...

Es stand kein "Diedeldumm-Valentiens-Gedödel" in der Nachricht ...
Es war einfach kurz ein Gefühl wie "früher" in meinem Kopf ...
In meinem Herzen ist dieses Gefühl schließlich sowieso ...

Kennt Ihr diese Menschen, die euch ein Stück des Weges begleiten ... die ein Teil in eurem Leben waren ... und die sich dann wieder verabschieden, weil die Umstände es so von diesen Menschen verlangen ...
Man hat dann zwei Möglichkeiten ... diese Menschen zu vergessen ... Oder diese Menschen im Herzen behalten ... sie im Herzen zu behalten und glücklich und stolz über den kurzen gemeinsamen Weg zu sein ...!!!
Wobei ich zugeben muss, dass vergessen nicht so ganz einfach ... nicht wirklich möglich ... ist ...
zumindest dann nicht, wenn es mal ein besonderer Mensch in eurem/unseren Leben gewesen ist ... !

Aber tief im Herzen, behält man jemanden nicht häufig ... die meisten Menschen verlassen mein Herz wieder ... und meinen Kopf sowieso ...
Aber wenn es ein besonderer Mensch ist ... ein Mensch, den man gar nicht gesucht und doch gefunden hat, dann lasse ich ihn nicht wieder gehen ...
Also, gehen lassen im Sinne von ziehen lassen schon ... Ich kann und will doch niemanden halten, der neue Wege gehen muss ...

Der seine alten Wege -an denen ich nicht beteiligt war- weiter laufen will und muss ...
Aber in meinem Herzen kann ich diesen Menschen behalten ...

wie auch immer euer heutiger Tag aussehen wird ... was auch immer ihr an Geschenken bekommt oder verschenkt ...
Denkt daran, die schönsten und intensivsten Geschenke, haben keinen materiellen Welt ...
sie bestehen aus Gefühlen ...

Und sind nicht im Blumenladen zu erhalten ... ! ;-)


Einen tollen Valentinstag wünscht


Ben

Montag, 13. Februar 2017

Unsere Dauerschleife :-)

... also eine Dauerschleife!

UND wenn sie dann noch ins Herz geht, hat man alles erreicht um glücklich zu sein ...!

Etwas größeres gibt es nicht im Leben ...!!!

Genau aus diesem Grund haben sich Kerry und ich mit diesem Thema beschäftigt ... Beschäftigt ...? Nein, es ist Roman daraus geworden ... und wir sind mächtig STOLZ darüber, dass dieser Liebesroman so toll angekommen ist ... !!!

Ein DICKES ...
... dafür ...!

Wie wäre es mit einer kleinen Leseprobe ...?

Viel Freude wünschen
Kerry & Ben


Ich saß in der Sonne vor dem Café Lenny und wurde mit jeder Minute, die verstrich, nervöser. Alle paar Sekunden holte ich mein Handy aus der Tasche und sah auf die Uhr. Ich war ein wenig zu früh dran und versuchte krampfhaft, ruhig zu bleiben. Aber das war gar nicht so einfach. Meine Hände zitterten, und ich knibbelte ständig an meinem Daumennagel. Die Angst, er würde doch nicht auftauchen, machte sich in mir breit, und ich versuchte, sie so gut es ging zu ignorieren. Als der Kellner kam und mich fragte, was ich denn trinken wollte, schickte ich ihn erst einmal weg. Ich wollte warten, bis Nico auch hier wäre.
Endlich war es so weit. Schon von Weitem konnte ich sehen, wie er die Straße entlanggehetzt kam. Die blauen Augen strahlten mich an, als er mich entdeckte und auf meinen Tisch zukam. Erst auf den zweiten Blick bemerkte ich, wie er aussah. Sein Gesicht war dreckverschmiert und sein ehemals weißes T-Shirt zierten zahlreiche schwarze Schlieren. Im ersten Moment dachte ich, er käme direkt von der Arbeit – eine Autowerkstatt oder so –, aber dann fiel mir wieder ein, warum er in der Kanzlei Klient war. Daran konnte es also nicht liegen.
Während ich ihn musterte und versuchte, mir einen Reim auf sein Auftreten zu machen, fragte er, ob er sich setzen dürfe. Völlig automatisch antwortete ich, aber er saß noch nicht ganz, da sprang er schon wieder auf und entschuldigte sich auf die Toilette.
Während er weg war, kam der Kellner zurück, und ich bestellte zwei Milchkaffee für uns.
Ein paar Minuten später stand Nico wieder neben mir und sah mich an, als würde er auf etwas warten. Ich hatte nur keine Ahnung worauf. Unser Kaffee kam, und endlich setzte Nico sich auf seinen Platz. Sekundenlang schauten wir uns nur an. Ich wollte in seinen Augen versinken. Dieses strahlende Blau, so unglaublich.
Ein kleines, leicht schiefes Lächeln umspielte seine Mundwinkel, und ich hatte das Gefühl, er war ein wenig unsicher. Zumindest wirkte es so auf mich.
Erneut ließ ich meinen Blick über ihn gleiten. Das Gesicht und die Hände waren frisch gewaschen und sauber, nur beim T-Shirt konnte er nicht viel ausrichten. Das würde er vermutlich nur noch wegschmeißen können.

„Ja, also … Äh, sorry, dass ich hier so auftauche. Ich hatte ein kleines Problem mit meinem Fahrrad und …“ Er hob ein wenig hilflos die Hände und brach ab.
Ich musste grinsen, als ich ihn ansah, und Erleichterung durchströmte mich. Nico gehörte eindeutig nicht zu der typischen Hamburger Schickeria. Das zeigte nicht nur seine Reaktion auf sein Aussehen, sondern schon sein Klamottenstil; Jeans, T-Shirt und Sneakers, entsprach nicht dem Klischee der geschniegelten Anzugtypen, mit denen ich ja so gar nichts anfangen konnte.
Er war ein Mann, der anscheinend wusste, wozu er seine Hände gebrauchen konnte, außer sie maniküren zu lassen. Wie es aussah, konnte er anpacken und hatte dabei auch keine Angst, sich schmutzig zu machen. Das gefiel mir ausnehmend gut und machte ihn sofort noch viel sympathischer, als er auf den ersten Blick eh schon war.
Ich atmete tief durch. Auf einmal fiel alle Schüchternheit, die ich sonst in Gegenwart Fremder hatte, von mir ab. Entspannt griff ich nach meinem Milchkaffee und lehnte mich zurück.
„Ich hoffe, du konntest das Problem lösen?“, fragte ich und lächelte ihn an. Oh Mann … Der hatte aber auch Augen. Und nicht nur das, der ganze Mann war dermaßen heiß, eben weil er nicht aussah wie tausend andere. Er war anders, er war ein eigener Typ, das merkte man sofort, und genau das machte ihn für mich wahnsinnig attraktiv. Ich musste wirklich aufpassen, dass ich ihn nicht zu offensichtlich anstarrte. Das wäre dann wohl ziemlich peinlich – zumindest, wenn er mich dabei ertappt. Mein Herz schlug locker doppelt so schnell, und sobald unsere Blicke sich trafen, machte es kleine – na ja, eher größere – Hüpfer. Ich musste mich wirklich zusammenreißen, nicht bereits jetzt, nach nur wenigen Minuten zusammensitzen, näher an ihn heranzurücken.
„Nein, leider nicht. Meine Fahrradkette hat den Kampf gegen mich gewonnen und deshalb … tja, sehe ich so aus.“
Er zeigte auf sein Shirt, und seine Wangen färbten sich leicht rot. Mein Herz machte einen weiteren Freudensprung bei dem Anblick. Ganz kalt ließ ihn unser Treffen also auch nicht, was mich umso mehr freute, da ich bis eben gerade noch ein reines Nervenbündel gewesen war.
„Bist du immer so ein Chaoskopp?“, fragte ich und merkte gleichzeitig, wie frech meine Frage eigentlich war. Super, Christiane! Erst denken, dann reden! Kurz hielt ich die Luft an, in Erwartung, dass er jetzt sauer werden würde, aber er lachte nur. Das Geräusch ging mir durch und durch und hinterließ ein sehnsüchtiges Kribbeln in meinem Bauch – ich wollte es am liebsten sofort wieder hören. 
„Tut mir wirklich leid. Normalerweise geh ich schon vernünftig angezogen und vor allem sauber aus dem Haus. Aber ich hab mit der blöden Fahrradkette so die Zeit verdaddelt, und dann hatte ich es wahnsinnig eilig, noch pünktlich hier zu sein. Da ist mir gar nicht aufgefallen, wie ich mich eingesaut habe“, versuchte er zu erklären, und mit jedem Wort, das er sprach, entspannte ich mich mehr. Ich fühlte mich einfach nur wohl in seiner Gegenwart.
Grinsend beugte ich mich vor, streckte die Hand aus und zeigte auf sein Shirt.
„Na ja … Ganz öffentlichkeitstauglich bist du so jedenfalls nicht. Ich würde mal sagen, wir haben jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder wir gehen shoppen, oder wir suchen uns einen ruhigen Platz, wo es egal ist, dass du aussiehst wie frisch durchs Schmierfett gezogen.“ Ein wenig erschrocken sah er mich an und ich lachte lauthals los.
„Schon klar, Männer und shoppen. Okay, Vorschlag: Was hältst du davon, wenn wir unseren Kaffee hier schnell austrinken, beim nächsten Bäcker ein paar Brötchen und was zu trinken holen und uns an den Elbstrand zurückziehen? Das Wetter ist großartig und da können wir uns ganz entspannt in die Sonne legen.“
Nico nahm einen Schluck von seinem Kaffee und sah mich nachdenklich an. Mit so einer Reaktion von mir hatte er wohl nicht gerechnet.
„Coole Idee!“ Ein strahlendes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.

Eine halbe Stunde später hatten wir unseren Plan in die Tat umgesetzt und suchten uns, mit einer großen Tüte vom Bäcker und ein paar Flaschen Bier bewaffnet, ein ruhiges Plätzchen am Strand. Es war erstaunlich wenig los, wenn man bedachte, dass es solche schönen, heißen Tage, wie wir sie hier im Moment hatten, in Hamburg eher selten gibt. Lag aber vielleicht auch daran, dass an einem Montagabend nach Feierabend die wenigsten Leute Lust hatten, noch mal rauszugehen.
Ich ließ mich in den warmen Sand fallen und zog meine Chucks aus, ich wollte den Strand zwischen meinen Zehen spüren. Kurz zögerte Nico, dann setzte er sich zu mir und legte sich zurück auf die Ellenbogen.
„So, jetzt verrat mir doch mal, wie deine Freundin mich gefunden hat.“ Auffordernd lächelnd sah er mich an.  
„Na ja … eigentlich war es gar nicht Sina, die dich gefunden hat. Es war Jennifer, meine Arbeitskollegin, die mir dein Facebookprofil geschickt hat. Ich hab mich nur nicht getraut, dich anzuschreiben.“ Verdammt, Christiane! Das hatten wir doch eben schon mal! Erst denken, dann reden!
Ich spürte, wie ich rot wurde, und wandte mich ab. Ich sah den Strand hinunter und beobachtete die Wellen, die, aufgeworfen von einem vorbeiziehenden Frachter, auf den Sand schlugen. Ein paar Möwen kreisten über uns und kreischten auf der Suche nach Fressen. 
Eine Hand legte sich an meine Wange, und sanft drehte Nico meinen Kopf herum, bis ich ihn ansah. Seine Augen strahlten mich an und wieder versank ich in diesem Blick, vergaß Zeit und Raum um mich herum.
„Du hast mich gesucht?“, fragte er. Ich wollte seinem forschenden Blick ausweichen, aber ich konnte es nicht. Ein wenig verlegen und hilflos zuckte ich nur mit den Achseln. Er war mir plötzlich so nah, und das machte mir Angst. Angst, dass er mich auslachen würde, Angst, dass ich mich in ihm verlieren würde, Angst, dass ich nur eine von vielen für ihn war. Denn eines wurde mir in diesem Moment klar: Er war nicht nur meine Dauerschleife im Kopf, er war auch meine Dauerschleife ins Herz und ich hatte mich in ihn verliebt. Ich wollte mehr von ihm. Ich wollte alles!
Mein Fluchtinstinkt schlug unbarmherzig zu und meine Schüchternheit war plötzlich wieder da. Am liebsten wäre ich aufgesprungen und ganz schnell, ganz weit weggelaufen, bevor meine Gefühle mich überwältigen. Gleichzeitig hätte ich aber auch nichts lieber getan, als ihn einfach geküsst. Ich wollte diese verführerischen Lippen auf meinen spüren, ich wollte ihn schmecken, wollte fühlen, dass er endlich real war. Doch ich tat weder das eine noch das andere. Bewegungslos blieb ich sitzen und konnte mich nicht rühren, war wie paralysiert.
„Hey …“ Seine Stimme klang so sanft, als würde er ganz genau spüren, was gerade in mir vorgeht. Wie hin- und hergerissen ich innerlich war. Aber das konnte nicht sein. Er kannte mich doch gar nicht.
Nico legte seine Arme um mich und zog mich vorsichtig zu sich hinüber. Eine Hand an meinem Hinterkopf in meinen Haaren vergraben, legte er meinen Kopf an seine Schulter.
„Ich hab dich auch gesucht. Ich konnte dich einfach nicht vergessen. Seitdem ich dein Lächeln am Bahnhof gesehen habe, bist du mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen.“

Ich konnte seinen Herzschlag unter meinem Ohr hören. Schnell und fast ein wenig unregelmäßig. War er etwa genauso aufgewühlt wie ich?

Achtung ... Download !





Samstag, 11. Februar 2017

Seesternschnuppen ;-)

Was auch immer ich damit wohl meinen mag ...

Ich werde euch dann mal AUFKLÄREN ;-)

Hier kommt es schon:

Zurück in meiner Kabine machte ich mich daran, meine Sachen zu packen. Als ich fertig war, sprang ich unter die Dusche. Während ich das warme Wasser genoss, das über meine Haut lief, und mir dabei den Schweiß des Tages herunterwusch, musste ich an Malin denken. Hier unter der Dusche hatten wir ganz besonders schönen Sex gehabt. Sehr deutlich waren jetzt, da sich die gläserne Duschwand beschlug, die Handabdrücke von ihr zu erkennen. Ebenso deutlich waren meine Gedanken an diesen Moment, und als ich an mir herunterblickte, konnte ich meine Erregung nicht nur spüren, sondern auch sehen. So gut es ging, versuchte ich, diese zu unterdrücken, und legte mich, nachdem ich mich abgetrocknet hatte, auf mein Bett.
Mein Blick war bereits seit einer ganzen Weile auf die Kabinendecke gerichtet. Es ging mir schon selbst auf den Keks und doch schaffte ich es nicht, mich mit irgendetwas Vernünftigem zu beschäftigen. So konnte es nicht weitergehen. So durfte mein heutiger Abend nicht weitergehen. Nein, heute, an meinem letzten Abend auf der AIDA, durfte ich meine Zeit einfach nicht mit An-die-Decke-Starren verbringen.

Als ich das Außendeck betrat, war es bereits dunkel. Schwarz lag der Himmel über mir, der sich farblich perfekt an die Dunkelheit des Meeres angepasst hatte. Den Mond hatte ich hinter meinem Rücken am Himmel stehen, sodass ich vor mir lediglich einen wunderschönen Sternenhimmel bestaunen konnte. Die Vielfalt der Sterne war unbeschreiblich, und als ich das Gefühl hatte, dass mich einer dieser Sterne die ganze Zeit ansah, liefen mir Tränen aus meinen Augen. Nachdem ich einen kleinen Kloß hinuntergeschluckt hatte, sah ich wieder hinauf in den Himmel. Hinauf zu diesem einen Stern, der in diesem Moment der einzige Stern war, den ich wahrgenommen hatte.
„Hallo, Mama. Da staunst du wohl, dass ich gemeinsam mit Papa eine Kreuzfahrt mache. Wir haben uns zusammengerauft. Endlich haben wir das geschafft, was du dir immer gewünscht hast. Papa ist ganz anders, als ich es immer gedacht hatte.“
Ich trat an die Reling und stützte meine Hände darauf ab.
„Endlich kann ich verstehen, weshalb du niemals schlecht über ihn gesprochen hast. Du brauchst keine Angst zu haben, ich nehme dir nicht übel, dass du mir nichts über Papas Krankheit erzählt hast. Immerhin hattest du es ihm versprochen und seine Versprechen muss man halten.“ Schniefend wischte ich mir die Tränen aus den Augen, als sie mir die Sicht nahmen.
„Sicherlich hast du mitbekommen, dass Papa nun Rita geheiratet hat. Für mich war es zunächst ein kleiner Schock. Aber ich kann mir vorstellen, dass es dir ebenso ergangen war. Wenn du noch hier wärst, hätte Papa es nicht getan. Er hat es mir gesagt und ich glaube es ihm auch. Du musst dir keine Sorgen um uns machen. Ich glaube, Papa hat seine Krankheit überwunden, und auch mir geht es gut. Also ziemlich gut zumindest.“
Nachdenklich ließ ich meinen Blick über das nur vom Mond beschienene Meer gleiten, bevor ich weitersprach.
„Irgendwie hat mich die Sache mit Malin ganz schön umgehauen. Wenn du jetzt bei mir sein könntest, würdest du mich in den Arm nehmen und mich trösten. Aber ich bekomme es auch so hin. Ab morgen sind wir auf Gran Canaria, und dann sind es nur noch wenige Tage, bis ich wieder zu Hause in Hamburg bin. Mit etwas Abstand werde ich Malin auch wieder aus meinem Kopf bekommen. Wie hast du immer so schön gesagt? Das Leben geht weiter. Ich glaube, ich mache mich jetzt auf den Weg in meine Kabine und gehe ins Bett.“
Ich schluckte hart gegen den Kloß in meinem Hals an. Trotzdem hörte ich, wie brüchig meine Stimme klang, als ich mich von meiner Mutter verabschiedete.
„Papa und ich haben dich sehr lieb und denken täglich an dich. Wie schön wäre es, wenn du mir ein Zeichen senden könntest. Ein Zeichen, damit ich weiß, dass du meine Worte gehört hast. Du warst die beste Mutter, die ich mir wünschen konnte.“
Einige Minuten stand ich noch auf dem Deck und blickte zu dem Stern, über den ich mich eben mit meiner Mutter unterhalten hatte. Dann drehte ich mich um und machte mich auf den Weg.

Warum ich es tat, wusste ich nicht. Ich hatte weder ein Geräusch gehört noch einen Schatten gesehen und doch drehte ich mich nochmals um. Mein Blick war zum Horizont gerichtet. Was ich sah, sorgte dafür, dass mir erneut Tränen über die Wangen liefen. Eine Sternschnuppe fiel vom Himmel, und es sah so aus, als würde sie im Meer versinken.
Diese Sternschnuppe konnte nur das Zeichen von meiner Mutter sein, das ich mir von ganzem Herzen gewünscht hatte.

Glücklich lag ich auf meinem Bett in der Kabine und ließ mir diesen großartigen Moment von eben nochmals durch den Kopf gehen. Plötzlich kam mir eine Frage in den Sinn. Eine Frage, die ich mir selbst mit einem Ja beantwortete.


Werden aus Sternschnuppen, die vom Himmel fallen und im Meer landen, eigentlich Seesterne?


Wer Neugierig geworden ist, darf gerne noch mehr davon lesen!




Freitag, 10. Februar 2017

Einfach mal


... die Fresse halten

... ist leider eine Kunst, die nicht wirklich viele Menschen beherrschen ...


UND DAS IST SOOOO SCHADE ...!


Kennt ihr zum Beispiel diese Menschen, die in der Bahn neben euch sitzen und der Meinung sind, dir ne gefühlte Ewigkeit ne Blase ans Ohr zu labern ...
Sie reden über alles ... und zwar ausführlich!!!

Leider begreifen sie auch nicht, dass die kurzen und knappen Antworten mit einem "Halts Maul" gleichzustellen sind ...
Sie quatschen einfach weiter und wenn man nicht zufällig das Glück hat, dass dieser Sabbel-"Arsch" oder man selbst aussteigen muss, helfen nur zwei Möglichkeiten ... Also, ich nutze immer eine von diesen beiden Möglichkeiten ...


Umsetzen ... Wobei hierfür ein anderer freier Platz zur Verfügung stehen muss ... ODER Kopfhörer auf die Ohren setzen ...

Ich persönlich bevorzuge den Kopfhörer-Trick ... hierbei ist es auch egal, ob man überhaupt Musik anstellt ... oder die Dinger einfach nur alibitechnisch auf den Ohren hat ... Es wirkt!
Selbstverständlich geben einige dieser Sabbelisten auch dann noch nicht auf ... aber spätestens, wenn man die dritte Frage nicht beantwortet hat ... wenn man so gar nicht reagiert hat ... geben sie auf ...

Allerdings muss man jetzt auf etwas hoffen ... Zumindest dann, wenn man keine Musik hört und die Kopfhörer nur so trägt ...
Es darf keine andere Person in der Nähe sein ... zumindest keine, die sich auf das Gesabbel einlässt ... ansonsten braucht man zwar nicht reden, "darf" sich aber weiterhin den Mist anhören ...

Ich verstehe einfach nicht, weshalb einige Menschen nicht einfach mal ganz ruhig in der Bahn sitzen können ... weshalb müssen einige Menschen ständig quatschen? Mich und andere Menschen mit ihrem INHALTSLOSEN Gesabbel zumüllen ...

Haben die sonst niemanden?

Und gerade, während ich die letzte Frage gestellt habe, fiel mir die Antwort auch schon ein ... Warum sollte es anderen Menschen anders gehen als mir?

Wahrscheinlich hat niemand Lust darauf, sich diesen Kram anzuhören ... und somit kann es auch sein, dass diese Menschen relativ alleine sind ...

Ob sie aber gar nicht merken -gar nicht schnallen- warum es so ist?
Schade eigentlich, wenn man sich ändertändert sich schließlich meistens auch sein Leben ... und ganz vielleicht trifft hier auch mal wieder eine alte Weisheit zu ...

Hui, ich scheine tatsächlich auf Weisheiten zu stehen ... lach
Also ... ich glaube allerdings selbst daran und versuche häufig danach zu leben ... vielleicht wäre es für einige andere Menschen auch mal ratsam ... aber ich kann ja lediglich nur Empfehlungen aussprechen ... ;-)

Ups ... nun hab ich doch glatt die Weisheit schon wieder fast vergessen ...
Achtung, sie kommt:
"Weniger ist manchmal mehr ...!"


Man könnte aber in diesen beschriebenen Fällen einfach wieder auf die Überschrift zurück kommen ... Man könnte auch "einfach mal die Fresse halten ...!" ;-)
Ich gebe es zu ... es hört sich schon relativ hart an ... allerdings ist es ja auch relativ hart, was diese Sabbelisten uns an tun ... Finde ich zumindest ...

Falls ihr euch die Frage stellt, weshalb ich -der sonst eine solche große Klappe hat- diesen Menschen nicht einfach die Meinung sagt ...
Ich kann es gar nicht wirklich genau erklären ... Wahrscheinlich liegt es an meiner Erziehung ... Oder einfach daran, dass ich diesen Menschen nicht weh tun möchte ...

Sorry, ich kann es wirklich nicht genau sagen ...

Aber jetzt, wo ich gerade so schön darüber schreibe ... Habe ich mir vorgenommen, es bei der nächsten Bahnfahrt einfach mal auszuprobieren ...
Ich werde auch versuchen, nicht den Satz aus der Überschrift zu wählen ... Nein, ich versuche dann, ganz höfliche Worte zu finden ...

Wenn die allerdings nicht helfen, kann ich für nichts garantieren ... ;-)


Habt nen coolen Tag


Und denkt an die Kopfhörer !


Euer


Ben

Donnerstag, 9. Februar 2017

Das Salz

... auf meinen Lippen!

Nirgendwo auf der Welt ist es so intensiv wie hier ...!

Empfindet ihr es auch so ?
Oder bilde ich es mir lediglich nur ein ...?


Wenn ich am Sylter Strand spazieren gehe, mir der Wind, dieses Gemisch aus Sand und Gischt ins Gesicht pustet, dann ist es nicht einfach nur ein tolles Gefühl ...
Nein, dann habe ich das große Verlangen, mir immer und immer wieder, das Salz von meinen Lippen zu lecken!

Es schmeckt nach mehr ... nein, nach Meer ... und ich freue mich bereits darauf, weit bevor ich nach Sylt komme.

Selbstverständlich habe ich es auch schon an anderen Meeren ausprobiert ... an der Ostsee, am Mittelmeer und auch an den Stränden vom Atlantik ... doch ich muss zugeben, dass es nirgends auf der Welt so gut schmeckt ... so gut tut ... wie hier auf "meiner" Insel ...!

Das Salz hat fast etwas leidenschaftliches ... ich glaube sogar daran, dass es eine Art Droge ist, die mich abhängig gemacht hat ...
Diese salzige Luft, die sich mit dem Spritzern der Nordsee verbrüdert und sich seicht auf meine Lippen legt, beschert mir fast magische Momente ... Momente, die andere Menschen nicht nachvollziehen können ... !

Manchmal überlege ich, ob nur ich es so empfinde ... doch wenn ich meine Spaziergänge mache, dann kann ich auch andere Urlauber dabei beobachten, wie sie ebenfalls mit ihren Zungen über die Lippen streichen ...


Ob es Zufall ist?
Nein, ganz sicher nicht!
Aus welchem Grund sollte nur ich diese Empfindung haben ... weshalb sollte die Insel Sylt, anderen Menschen diesen Genuss vorenthalten ...?
Es gilt "Gleiches Recht für alle" und es ist auch gut so ...!

Immerhin ist Sylt nicht nur UNSERE Insel, sondern auch unsere gemeinsame Heimat ... oder darf man hierbei sogar von einem magischen Ort sprechen ...?

Aber ich muss euch etwas verraten ...!
Ich würde das Salz auf meinen Lippen sogar teilen ... nicht mit jedem ... dafür aber gerne!

Wenn ich mit meinem besonderen Menschen am Strand entlang gehen dürfte ... wenn ich Hand in Hand mit meinem Lieblingsmenschen am im flachen Wasser der Nordsee stehen könnte ... ja, wenn ich mit (m)einer großen Liebe, beim Sonnenuntergang im Strandkorb sitzen dürfte, dann würde ich etwas zulassen. Etwas, was bisher nur mir vorbehalten war und ist ... !

In diesen Momenten wäre ich tatsächlich bereit etwas zuzulassen ... ich würde das Salz auf meinen Lippen, gemeinsam mit diesem Menschen "vernichten" ...
Ganz langsam und mit sehr viel Genuss ... ebenso, wie es sich für dieses besondere Salz gehört ...!


Direkt danach würde ich meine Schnute wieder in die Luft halten ... darauf warten, dass sich neues Salz auf meine Lippen legt ...
UND würde wieder von vorne beginnen ... !

Aber dies ist dann doch bereits ein anderes Thema ... ;-)

Ich wünsche euch, dass ihr dieses tolle Gefühl der salzigen Lippen bereits erleben durftet ...!

Apropos "Salz auf deinen Lippen" ...


Habt ne tolle Zeit
Euer Ben